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Die Sprache der Tiere
Einige Gedanken zu Beginn:
Sicher hat jeder, der schon mal etwas von Tierkommunikation - oder
Tierflüsterern - gehört hat, sich gefragt, wie das funktioniert.
Um dies verstehen zu können, ist es wichtig, dass wir uns klar machen, dass alle
Tiere (wie wir Menschen) eigene Persönlichkeiten sind, die folglich auch eigene
Gedanken haben.
Die vorherrschende Meinung unter uns Menschen über Wahrnehmungs- und
Empfindungsmöglichkeiten und über die Intelligenz von Tieren sollten wir meines
Erachtens unbedingt überdenken.
Kann es denn wirklich richtig sein, dass wir unsere eigene Intelligenz, unser
eigenes Handeln und Denken zum Maßstab aller anderen Lebewesen machen?!
(Ich möchte in keine Weise das, was Menschen vollbringen, in den Schatten
stellen. Ich möchte allerdings auch auf dieser Site verdeutlichen, was wir
Menschen in unserer Überheblichkeit / Unwissenheit übersehen oder gar zunichte
machen.)
Mit Hilfe telepathischer Kommunikation kann das Zusammenleben zwischen Mensch
und Tier entscheidend vereinfacht - und bereichert - werden.
Tiere kommunizieren auf vielfältige Weise,
wobei sicherlich die gedanklichen Mitteilungsmöglichkeiten für die Leser dieser
Site zu den interessantesten gehören.
Können Tiere sich optisch wahrnehmen, kommunizieren sie vor allem durch
Körpersprache:
- kleinste Veränderungen der Körperhaltung
- Stellungswechsel der Ohren
- intensiver Blickkontakt
- leichtes Sträuben des Haarkleides
reichen aus, um dem anderes klar zu machen, was das jeweilige Tier bezweckt oder
vermeiden möchte.
Es ist vollkommen egal, um welche Art von Tier es sich handelt oder ob es ein so
genanntes Haustier oder ein frei lebendes Tier ist.
Diese optischen Veränderungen sind oft so minimal, dass wir Menschen schon sehr
genau hinschauen müssen, um diese Art des "Verhandelns" überhaupt wahrzunehmen.
Ich erinnere mich an ein Erlebnis, das ich vor vielen Jahren mit meinem
damaligen Hundefreund Clarence hatte.
Wir besuchten gemeinsam den Münsteraner Zoo. Schon einige Zeit waren wir
unterwegs und kamen schließlich zu dem Wolfsgehege, in dem ein komplettes Rudel
lebte.
Eine Weile standen wir am Rande des Geheges, als sich plötzlich einer der Wölfe
aus der Gruppe löste. Ohne Umweg ging der Wolf zielstrebig auf uns zu. Mein
lieber Clarence, der zwar ausgesprochen freundlich, dennoch in keiner Weise
unterwürfig oder gar leicht zu beeindrucken war, stand gelassen abwartend an
meiner Seite. Ich erinnere mich auch heute noch deutlich an das beeindruckende
Gefühl, als der Wolf direkt vor uns zum Stehen kam. Clarence und der Wolfsrüde
standen sich nun ziemlich dicht gegenüber. Ich selber sah dem Wolf genau ins
Gesicht.
Ich war sehr gespannt, wie er sich wohl weiter verhalten würde. Er schaute
Clarence direkt in die Augen.
Beide Rüden standen sich sehr imposant gegenüber. Es war fast, als könne man ein
Knistern in der Luft wahrnehmen, so stark war die Anspannung.
Ohne dass der Wolf auch nur das Geringste an seiner Körperhaltung veränderte,
trat plötzlich eine vollkommen andere Situation ein. Clarence ging zwei Schritte
rückwärts. Ich beobachtete den Wolf nun ganz aufmerksam. Ich musste schon ganz
genau hinschauen, um das winzige Zittern der vorderen Lippen des Wolfes zu
bemerken. Erstaunt nahm ich wahr, dass mein starker Rüde Clarence sich nun
hinlegte und dem Wolf seinen Bauch präsentierte. Nach wenigen Augenblicken
drehte der Wolf sich um und ging. Clarence blieb noch einige Sekunden auf dem
Rücken liegen.
An diese Begebenheit denke ich auch heute noch sehr häufig. Die Verständigung
zwischen Clarence und dem Wolf war ohne jedes Gefühl oder gar Bild gegangen.
Beneidenswert!!!

Aber nun zur telepathischen Kommunikation der Tiere:
Natürlich teilen uns Tiere ihre Botschaften nicht in Worten mit (es gibt also
auch keine "Sprachbarriere"). Tiere übermitteln uns - gedanklich - Gefühle und
Bilder; sie haben die Möglichkeit, uns z.B. Schmerzen oder andere Empfindungen
bei uns selbst spüren zu lassen. Aufgabe des Menschen ist es dann, diese
Gefühle, Bilder und Eindrücke richtig zu deuten. Die zu den Botschaften
gehörigen Worte finden wir Menschen.
Zur Veranschaulichung eine Geschichte von dem Kater Meik Molton und seiner
ersten selbst gefangenen Maus:
| Ich war gerade in der Küche mit Putzen beschäftigt, als ich
plötzlich ein sehr erhebendes Gefühl bekam. Mein erster Gedanke dazu
war, dass ich jetzt wohl in einen Putzrausch verfallen sei. Wenig später
wurde mir allerdings klar, dass dieses Gefühl nicht meine eigene
Hochstimmung war (das hätte mich beim Putzen auch sehr gewundert),
sondern ein Gedanke von Meiki. Mir blieb keine Zeit darüber
nachzudenken, denn schon Sekunden später folgten seine nächsten
Gedanken, die er mit sehr viel Kraft in meine Richtung übermittelte.
Er zeigte Bilder, wie er sich mit einem riesigen Mäusekörper
abschleppte. Nach seiner Beschreibung war die Maus ca. 1,10 Meter lang
und musste mindestens 45 kg wiegen. Als ich die Katzenklappe hörte,
welche Meiks Erscheinen ankündigte, bekam ich erst mal einen kleinen
Schreck. Zum Glück wurde mir dann aber noch rechtzeitig klar, dass ich
ja nur Meiks Empfinden von Größe und Gewicht der Maus wahrgenommen
hatte. |
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Als er mit der Maus in der Küche erschien, musste ich natürlich schon
zugeben, dass die Maus gewaltig groß war; allerdings wich sie doch deutlich von
Meiks Angaben ab.
Tipp: Wenn wir Angaben der Tiere bzgl. Größe und Gewicht bekommen, ist es
immer sehr wichtig, diese Angaben in Relation zur Größe des erzählenden Tieres
zu sehen. Auch Botschaften, die Alter, Entfernungen, Mengen, Zeit o.ä.
betreffen, sind - an menschlichen Vorstellungen gemessen - eher ungenau.
Auch untereinander kommunizieren Tiere auf gedanklichem Wege.
Dazu ein Beispiel von meinen Pferdefreunden Jiffel und Sherikhan:
Die Pferde führen hier ein sehr freies Leben. Eigentlich können sie den
ganzen Tag so verbringen, wie sie möchten. Häufig spielen und galoppieren sie
voller Freude, um ihre Kräfte zu messen. Dann sind sie von einem gedanklichen
Austausch weit entfernt - es geht einfach nur darum, wer am schnellsten ist oder
wer die größte Ausdauer hat.
Ganz anders wird es allerdings zur Fütterungszeit.
Alle Tiere stehen dann erwartungsvoll und mich intensiv beobachtend an den
Zäunen.
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Die Pferde füttere ich immer zuletzt, was diese täglich auf die
längste Geduldsprobe stellt. Immer wieder aufs Neue bin ich begeistert,
wie präzise der Hengst Jiffel das Eintreten der Pferdegruppe in den
Stall zur Futterkrippe regelt.
 Er steht mit dem Rücken zu den anderen am Tor. Foxi und Jerry halten
einige Schritte Abstand. Jiffel zeigt gedanklich eine deutliche Grenze,
die lediglich von Sherikhan überschritten wird. Aber das ist für Jiffel
kein Problem: Seine Gedanken fühlen sich sehr bestimmend an. Sherikhan
steht dann unschlüssig und entmutigt einige Schritte hinter Jiffel. Wenn
ich Jiffels Gedanken in Worte fasste, würde sich das etwa so anhören:
'Wenn du nicht sofort aufhörst, hier rumzuhampeln, werden meine Zähne
gleich in Deinem Hals stecken. Geh entweder schon zu Deinem Futternapf
oder steh wenigstens still!' |
Ohne auch nur die geringste körperliche Veränderung hält er Sherikhan in
Schach.
Weitere Themen:
Wie Menschen die Botschaft der Tiere wahrnehmen können
Tiere warten auf unsere
Gesprächsbereitschaft

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