Bereits 1977 wurde ein medizinisch nicht
erklärbarer Sehnervenschwund an meinen Augen festgestellt, der aber
zunächst keine größeren Folgen hatte. So begann ich 1980 eine
Ausbildung zur Tierarzthelferin. Mir wurden von unzähligen Tieren
Botschaften übermittelt, für die ich jedoch immer eine „logische“
Erklärung fand, da das Sprechen mit Tieren ja eigentlich unmöglich
war. So gelang es mir über viele Jahre, meine Fähigkeit, mit Tieren
zu reden, vor allen anderen Menschen und auch vor mir selbst – trotz
einiger für mich sehr schmerzlicher, dafür aber umso deutlicherer
Hinweise - zu verbergen.
1990 zog ich zu meinem damaligen Freund nach
Wiedenbrück. Somit ich meine Tätigkeit bei dem Tierarzt aufgrund der
weiten Entfernung leider beenden musste. Anfang 1993 dann scheiterte
die Beziehung – doch kurz darauf, im April 1993, lernte ich
Christoph kennen. Ende 1993 heirateten wir und auch heute noch bin
ich unendlich glücklich, dass Christoph an meiner Seite ist.
1996 bis 1999 machte ich eine Ausbildung zur
Krankenschwester an der Westf. Klinik in Eickelborn. Nach der
Ausbildung arbeitete ich als Nachtwache in einer Pflegestation,
damit ich die Tage mit meinen Tieren verbringen konnte.
In einer dieser Nachtwachen, ca. Mitte 2000, sah
ich während einer Pause einen Fernsehbericht über eine Frau in
Amerika, die mit Tieren sprach. Ich beneidete diese Frau sehr für
ihren Mut, in aller Öffentlichkeit zu ihrer Fähigkeit zu stehen.
Jetzt endlich fasste ich den Beschluss, selbst auch die
Tierkommunikation zu meinem Beruf zu machen, falls ich irgendwann
nicht mehr in der Klinik arbeiten könnte.
Heute ist es so, dass ich auf dem rechten Auge
erblindet bin. Die Sehkraft auf dem linken Auge ist bis auf einen
winzigen Rest eingeschränkt. Seit September 2001 kann ich daher
nicht mehr als Krankenschwester arbeiten.
Dieser ganze lange, zum Teil sehr schmerzhafte
Weg führte mich zu meinem heutigen Leben: Seit April 2002 wohnen wir
in Langenberg, in einem Haus mit großem Grundstück, auf dem wir
vielen Tieren ein Zuhause geben können. Hier habe ich die
Möglichkeit, in meinen Seminaren den Menschen die gedankliche
Kommunikation mit den Tieren wieder näher zu bringen. Ich bin
dankbar für jede Begegnung mit einem Menschen, dessen Herz für ein
Tier schlägt. Wir können so viel verändern.
